| Regina della Cucina |
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Die Königin der Küche wurde durch verschiedene Ding inspiriert: vor zwei Jahren fand ich auf meinem Lieblingsflohmarkt in Hamburg einen alten Küchenvorhang aus den 50er Jahren. Und weil ich Kupfersachen besonders mag, sprachen mich die ganzen alten kupfernen Backformen an, die oft auf Märkten rumliegen. Ich liebe es, zu kochen und als ich Maria traf, die im ersten Stock „unseres” Hauses, in dem wir zum Carnevale immer ein Apartment mieten (das kurioser Weise auch das Haus ist, in dem Donna Leons Commissario Brunetti „wohnt”) wohnt, da hatte ich alles zusammen. Die Idee der "Königin der Küche" war geboren. Denn Maria ist die perfekte Frau für dieses Kostüme. Sie ist Fernsehköchin bei RAI I (sonntags) und hat außerdem in ihrem wunderschönen Bed & Breakfast eine Kochschule für venezianische Spezialitäten. Maria ist so eine richtige temperamentvoll-liebenswerte Italienerin, die man einfach gernhaben muss. Natürlich habe ich auch an mich bei dem Kostüm gedacht, weil ich alles daran liebe und es mir große Freude gemacht hat, es zu bauen. Das Kopfteil ist ein echter Hammer, sieht toll aus, die Spaghetti sind aus Rattan-Holz und die echten Kupferbackformen aus schwerem Kupfer auf dem Kopf. Leider trifft dieser Hammer auch die Nackenmuskulartur und Maria und ich hatten schöne Verspannungen und Kopfschmerzen. Aber wie die wundervolle Maria mir beipflichtete (eine echte Schwester im Geiste): Wer schön sein will muss leiden und diese Kopfputz ist jede Aspirin wert. Unsere Schuhe habe ich auch verkupfert und Teelöffel draufgepappt. Die Teller auf dem Rücken sind von Versace (natürlich) und das gesamte Tischarrangement habe ich in einem tollen Laden in Hamburg (Lenffer) fotografiert und von Walter, meinem Kopiergott auf ein edles Damasttischtuch drucken lassen. Die Servietten sind echt und den Muff liebe ich besonders. Die erste Idee für den Muff (nicht von mir) war ein Braten, auch lustig, aber ich platzte halb vor Lachen, als ich an ein gegrilltes Huhn denken musste, in das man hinten und vorne die Hände reinstecken kann. Jaaaa, das war es! Die Stabmasken aus Papier sollen an Archimboldos Gemüsebilder erinnern. Und Marias Metalstabmaske ist eine Messingpfanne, die ich auf dem Flohmarkt fand und in die mein Papa für mich Gucklöcher reingefiedelt hat. Danke, Papa, für Deine Hilfe! Die Regina della Cucina kam sehr gut an beim Publikum. Ich hatte mich incognito im Publikum versteckt, als Maria und Mirco in der Vorentscheidung über den Catwalk liefen. Ich freute mich wie eine kleine Diebin, als neben mir ein junger Mann meinte, wie toll er die Köchin fand. Das sind goldenen Momente!!! Auch, wenn man später erfährt, dass die Jury nach der Preisvergabe Maria und Mirco gesagt hat, dass sie sich fast gar nicht zwischen Marco Polos Reisen und ihnen als Gewinner entscheiden konnten:-) Fotos im Internet:
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