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Die "Queen of Jeans" hatte ich eigentlich schon für 2010 gemacht. Doch dann ist sie auf dem Flughafen von München im Schneesturm hängen geblieben und natürlich erst am Tag NACH dem Carnevale in Venedig gelandet...Klassiker!
Das etwa 10 Kilo schwere Kleid wurde aus zerschnittenen Jeans und ein paar Metern Jeansstoff gemacht, die ich natürlich vom Flohmarkt hatte und etwas schöner alter Spitze, die genau den richtige Farbton hatte. Die Spitze war ein Geschenk der Mutter meiner Freundin Valerie, die ja 2010 mit mir im Hotel Danieli für den WDR gedreht hatte. Ich habe zwei Kopfteile für dieses Kleid gemacht. Einen Dreispitz aus den oberen Teil der Hose mit dem Schlitz vorne und eine Perücke aus einer umgedrehten Jeans mit Beinen nach oben (siehe Anproben-Foto mit Ting Ting). Das Kleid war ursprünglich für Daniela (die locker 15 cm größer ist als ich) und mich gemacht worden. Deshalb musste ich auch Killerabsätze mit 15cm Absatz tragen. Der untere Saum war höhenverstellbar, deshalb konnte wir das Kleid auch an Ting Ting, die chinesische Ehefrau unseres Fotografenfreundes Thomas anpassen. Ting Ting ist sogar noch 5 cm kleiner als ich und das zu skalieren war ne echte Herausforderung. Ting und Thomas hatten sehr viel Spaß mit dem eleganten Dress und machten auch ganz tolle Fotos. Ting kam auch ins Finale und hat sich riesig über diese - ihre erste - Kostümerfahrung gefreut. Für nächstes Jahr will sie selbst ein Kostüm bauen...ja!!!!
Als ich das Kostüm am Familientag trug (Sophia hatte auch ein kleines "Princess of Jeans" Kostüm und liebte es, darin herumzulaufen, mit dem Fächer zu wedeln und mit den Leuten zu flirten) hatte ich einen der schönsten Momente dieses Carnevales: ein etwa 80 Jahre alter Venezianer blieb wie angewurzelt vor mir stehen und sagte voller Anbetung, wie sehr ihm das Kostüm (und auch die Frau darin, hehe, kleiner Schlawiner) gefielen. Er fragte, ob ich einen Ehemann habe. Ich sagte ja, bin glücklich verheiratet und habe eine zauberhafte Tochter. Er: Und man kann Sie nicht vielleicht doch noch ohne Ehemann....NEIN! lächelte ich. Er war so ein Charmeur. Er bat mich dann um die Ehre, kurz die Maske für ihn anzunehmen. Dann sagte er, ich sei genauso schön, wie er es sich vorgestellt hatte....ooooch, war das süß!!! Für solche Momente liebe ich den Carnevale di Venezia! Sophia bestand nach dem Besuch im Caffe Florian sogar noch darauf, nach S. Giorgio zur Fotosession zu fahren, obwohl ich mit ihr schon heim wollte. Sie spielte und posierte für die Fotografen, nahm auch mal selber unsere kleine Kamera und knipste und und auch Auge in Auge die Fotografen. Sie ist so ein Schätzchen. Am nächsten Tag wollte sie das Kleid noch einmal anziehen...nur die Maske, die ich für sie gebaut hatte, wollte sie nicht aufsetzten. Auch die kleine süße Katzenmaske, die ich kaufte blieb nicht länger als 1h drauf. Aber egal. Sophia soll Spaß haben und keine Quälerei. Und wenn sie mal nix anziehen will, auch gut. Aber ich glaube, sie hat schon Freude dran. Im Kindergarten hat sie jedenfalls ganz stolz die Fotos rumgezeigt.
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